Persönliche Gespräche
Der klassische Einstieg in das Fundraising. Die direkte Ansprache potenzieller
Spender mit einem konkreten Anliegen bleibt ganz wichtig. Die persönliche
Bitte um eine Spende ist zweifelsohne nach wie vor die erfolgreichste Fundraisingmaßnahme.
Nachteil: Zeit- und kostenintensiv. Und gerade deshalb sind die anderen Fundraisingmethoden
von so großer Bedeutung .
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Bestspender-Fundraising
Pareto-Prinzip und Spenderpyramide sprechen dafür. Voraussetzung: gut
funktionierende Spendendatenbank. In der Praxis ist die langfristige Betreuung
der Vielspender im erforderlichen Maße nur von der Geschäftsführung
oder einer Stabstelle zu leisten. Kontinuität, Seriosität und ein
angemessenes, persönliches Auftreten sind unerlässlich.
Bußgeldmarketing
Bußgelder werden per Gerichtsentscheid oder in Einigung mit der Staatsanwaltschaft
verhängt. Richter und Staatsanwälte können entscheiden, ob
diese an die Staatskasse oder an gemeinnützige Organisationen gehen.
Vorteil: Die Bußgelder sind nicht zweckgebunden und daher besonders
attraktiv. Nachteil: Die Gerichte erwarten regelmäßige Berichterstattung
über Geldeingänge oder Zahlungsverzüge.
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Event
Eignet sich, um Spenden zu sammeln, aber auch, um sich bei Gönnern oder
Bestspendern zu bedanken. Vorteil: Hat hohen Erlebnischarakter und spricht
die Emotionen der Teilnehmer an. Nachteil: Extremer Planungsaufwand, häufig
stehen Ausgaben und Spendeneinnahmen in keinem Verhältnis
Erbschaftsfundraising
Mehr als 12 Mrd. Euro werden pro Jahr vererbt nicht selten profitieren
gemeinnützige Organisationen davon. Nachteil: Gewinnung macht mehrstufige
Fundraisingstrategie notwendig und ist deshalb kosten- und personal-intensiv.
Vorteil: Der Aufwand zahlt sich aus. Wichtig ist, die entsprechenden Zielgruppen
vorsichtig mit dem sensiblen Thema vertraut zu machen!
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Internet
Niemand wird ab einem bestimmten Alter automatisch zum Spender der
Nachwuchs muss schon jetzt angesprochen werden. Dies kann unter anderem durch
das Internet geschehen. Vorteil: Kostengünstig, schnell, hervorragendes
Responseverarbeitungsmittel. Multimedial. Nachteil derzeit: Als Zahlungsmedium
vielfach noch nicht anerkannt.
Mailings
Personalisierte Ansprache und direkte Response-Möglichkeit machen das Mailing
zum nach wie vor erfolgreichsten Fundraising-Instrument. Außerdem können
sehr viele Menschen schnell und kostengünstig erreicht werden. Kosten:
ca. € 0,85 je Brief bei Auflage von 10.000 Stück. Response bei Kaltadressen:
0,3 bis 1,5% (im Emergency-Fall u.U. bis zu 8%), Durchschnitts-Spende: €
25.00; Response bei Warmadressen: 4 bis 25%, Durchschnitts-Spende: €
30.00.
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Mitgliederbeiträge
Vorteil: Mitglieder zahlen ihren Beitrag regelmäßig. Nachteil:
Die Mitgliedergewinnung ist nur bei persönlicher Ansprache erfolgreich
und deshalb zeit- und kostenintensiv.
Sammlung/ Kollekten
Das Fundraisinginstrument mit der längsten Tradition. Funktioniert über
das persönliche Gespräch. Vorteile: flexibel, erfolgreich (wenn
gut geplant). Nachteile: personalintensiv, Einnahmen sind kaum planbar, wenig
Spenderbindung.
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Wohlfahrtslotterien
Gemeinsame Lotterien der Wohlfahrtsverbände gibt es in vielen Bundesländern,
z.B. NRW, Niedersachsen, Thüringen. Durch Kauf eines Loses ist der Förderer
"im Spiel", der Erlös oder Teile des Erlöses kommen gemeinnützigen
Organisationen zugute. Teile der Erträge aus dem Losverkauf können
beim verkaufenden Verband/ Einrichtung vereinnahmt werden. Wird immer seltener
genutzt. Nachteil: extrem hoher Personalaufwand, erweitert nicht den Adressbestand.
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